sad but true

 

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Grenzüberschreitung

Ich hätte bis heute nie gedacht, dass ich jemals diese Grenze überschreite. Bis jetzt hatte ich nicht genug Mut oder Nervenstärke oder Dummheit um den Schritt zu gehen. Ich hab aber das Gefühl es muss sein. Ich fühl mich alles andere als wohl und Leute, die nichts auf den Rippen haben, aber trotzdem immer noch 5 kg abnehmen könnten, machens eindeutig nicht besser. Da "gesund" abnehmen anscheinend nicht funktioniert, muss es eben ungesund gehen. Ich will es weghaben, alles... ich will es nicht mehr. Das ganze ekelhafte Fett gehört nicht zu meinem Körper, es soll weggehen.
Es heißt, man soll sich einen Erinnerungsgegenstand zulegen, der einen daran erinnert, was man erreichen will. Die Idee find ich im Allgemeinen gut. Irgendwas... und wenns ein aufgemalter Punkt auf dem Arm ist.
Wasser Wasser Wasser
Man bekämpft den Hunger mit Wasser.
Man belohnt den Körper mit Wasser.
Ich muss meine Eisentabletten noch nehmen.
7.1.11 20:39


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Körperlichkeit.
Es ist interessant, ekelhaft und interessant, wenn etwas, das eigentlich eher fest sein sollte, wie Wasser fließt. Man kommt sich vor als würde man pissen. Wie Wasser.
Es muss am Bier liegen...
Naja, es war einen Versuch wert. Die acht Stunden durchgehender Schlaf entschädigen das unübliche Wasserlassen und die Krämpfe und das Zittern. Das Zittern ist sowieso immer da... omnipräsent. Ich muss gestehen, dass sich stärkeres Zittern sogar recht gut anfühlt. Vor Ekel nichts essen zu können wirkt sich bestimmt auch mehr oder minder positiv für mich aus.
Dabei war das Bier wirklich nur die letzte Möglichkeit... Völlig fertig zu sein und trotzdem nicht schlafen zu können, ist eine Qual. Als würde man Nächte durchmachen und kurz vorm Kollaps nochmal eine Coffeintablette einschmeißen... grausam.
Woher das kommt? Das weiß nur Gott... Ich kann mich an nichts erinnern, das ich getan haben könnte, um 2 Tage und 2 Nächte komplett wach zu sein, aber vollkommen fertig. Immer noch klingt das Gefühl nicht ab, als würde ich alles durch eine Glasglocke wahrnehmen... ab und zu wie Watte... Ich sehe alles... ohne Fixierung, ohne Richtung, aber ich lasse es nicht an mich ran. Ich kann keinen Gedanken darum fassen und es berührt mich auch nicht emotional. Genauso wie Wiener Aktionismus... naja... sogar das kommt näher an mich heran, wenn ich es recht überdenke.

Sie sagen, Hungergefühl ist etwas Gutes, etwas, was man genießen sollte. Sie sagen, es ist wundervoll, wenn man spürt wie Fett verbrannt wird, ein Gramm nach dem anderen.
Es ist etwas furchtbares... eigentlich. Ich gestehe, langsam fühlt es sich wirklich gut an. Und ich merke, dass ich Fortschritte mache. Wenn ich etwas esse, bin ich meist nach ein paar Bissen schon satt. Es gab bisher noch keinen FA, darauf bin ich stolz. Allerdings... sehe ich bis jetzt nicht wirklich Früchte meiner "Arbeit", aber es deutet sich an, dass ich sie spüre. Ich merke es wenn ich den Gürtel schließe, wenn ich Ringe anlege, weniger wenn ich den Schritt auf den Sockel der Wahrheit steige. Man hält mich aber anscheinend eh nicht für so schwer, allerdings dürft vieles auch einfach nur Schleimerei sein. Aber wenn man mal die Dokus über dicke Menschen ansieht... ich muss sagen, dass einige 10-12 kg weniger als ich drauf haben, aber gefühlt doppelt so breit wie ich aussehen, die 5 kg, die das Fernsehen angeblich optisch aufträgt schon mit abgezogen übrigens. Aber ich weiß es... und es ist furchtbar. Sicher... bei mir ist nicht alles Fett, aber vieles... und es muss weg, es MUSS weg, es ist ekelhaft.
In Bio hab ich gelernt, dass man angeblich immer von oben nach unten und von außen nach innen abnimmt. Ich kann bis jetzt bestätigen, dass man ziemlich rasch an den Händen abnimmt. Allerdings hab ich den Eindruck, dass ich nicht wirklich abnehme, sondern nur verlagere... von den Fingern und vom Hals in die Brüste, von den Füßen in die Oberschenkel. Es ist wie verhext.
Zumindest musste ich nicht noch einmal die Grenze überschreiten. Es erleichtert mich. Meine Vernunft führt zwar Krieg gegen meinen Willen, in dem mein Körper Opfer ist... schon immer war. Meine -wenn mans so nennen will- Seele sowieso, aber ich denke... da ist vieles überwunden... oder zumindest verdrängt. Der Krieg läuft weiter, die Trommeln werden immer noch geschlagen, aber die Kontrahenten sind Ehrenmänner und respektieren einander... noch...

Ich freue mich auf heute Abend. Bis dahin werde ich keinen Bissen zu mir nehmen, der Kaffee war schon schlimm genug, aber nötig.
Sozialverhalten
Aber dank des... Wassers sieht sowieso nichts appetitlich aus.
Komissar Zufall
Zufällig weiß auch der Dinosaurier, dass bei mir ein Edeka um die Ecke ist. Wusste ich nicht. Es gibt immer noch Wege, die ich nicht gegangen bin.
Erkenntnis
24.1.11 16:06





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