sad but true

 

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früher sah ich diese mars-sendung, in der ein indianerhäuptling und -scheinbar- sein sohn einen berg bezwingen und der indianerhäuptling sich zum sterben niederlegt mit den worten "heute ist ein guter tag zum sterben" ... und ändert seine meinung schlagartig als sein sohn ein mars auspackt.
Ich verstand damals als kind den sinn der werbung, aber hatte keine vorstellung, warum jemand den weiten weg auf einen heiligen berg auf sich nimmt und sich dort zum sterben bereit hinzulegen. heute beginne ich dieses handeln zu verstehen. ich erwische mich selbst oft beim gedanken, wann mein ableben den niedrigstmöglichen einfluss auf das weitereleben all derer haben würde, die zurückbleiben. wenn ich heute ins auto steige und sich mein autofluch wieder von seiner hässlichsten seite zeigt, überlebe ich das diesmal vielleicht nicht.
welchen einfluss hätte das auf die welt?
freunde stünden (wieder) an einem grab, müssten (wieder) die phasen der trauer überwinden, ebenso das was von meiner familie geblieben ist. referate würden nie gehalten werden, klausuren nicht geschrieben werden, gedanken nie gefasst, nie auf papier gebracht werden, nie in worte gefasst werden.
was würde sich ändern?
familie hätte wohl viel mehr geld zur verfügung, weil sie mich nicht mehr tragen müsste.
freunde hätten einen weniger, den sie zum treffen versammeln müssten.
erinnerungen ändern sich nicht.
keine neue erinnerung wird geschrieben, kein weiteres kapitel, in dem ich charakter bin.
ich sagte jean-luc mal, dass er nicht egoistisch genug ist um sein leben zu beenden.
ich bin es auch nicht... jedenfalls im augenblick nicht.
gibt es eine perfekte situation, ein perfektes datum?
ein datum, an dem niemand an mich denkt, an dem niemand etwas von mir erwartet, an dem ich nichts zu tun habe.

es wird langsam hell

ich habe die nacht hindurch an einem referat gearbeitet...

obwohl ich dieses studium nicht weiterführen werde.

warum hab ich das getan?

weil es nicht sinnlos ist... für andere.

hätte ich es nicht getan, wüssten andere in ein paar stunden nicht über dieses thema bescheid.

warum gehe ich überhaupt noch in vorlesungen und seminare?

ja das weiß ich auch nicht... falsches pflichtbewusstsein wahrscheinlich.

ich brauche etwas, wofür ich kämpfen kann... sonst... werde ich zum egoisten.

nenn mir etwas, für das es sich lohnt zu kämpfen!
Ich lege keinen wert auf reichtum, macht oder ehre... ich habe keine ziele... ich... habe keinen grund, noch irgendetwas zu machen.

ist das wirklich alles?

ich lebe nicht für mich... und das ist traurig.

ein freund sagte mal "only a life lived for others is worth living"
ich teile diese meinung nicht.

was bin ich nur für ein theologiestudent?!

ich schmunzle bei dem gedanken, dass man leben könnte um einem gott zu dienen.

ich brauche einen krieg, ich brauche einen sinn, einen wert, irgendwas.
Irgendetwas muss über mich hineinbrechen, irgendetwas...

deus ex machina

scheint anscheinend eine art leitmotiv in meinem leben zu sein.
selbstanalyse

die innere unruhe und gleichzeitig das wissen darum, dass ich alles vom leben gesehen habe, was ich sehen musste um zu beschließen, dass es nicht wirklich lebenswert ist, eine art gelangweiltheit.
paradox

dummer vergleich, aber ich glaube, so hat sich neo gefühlt.

wie vermessen sich mit dem matrix-messias zu vergleichen, aber warum berührt mich diese szene so?

ich will kein held sein, kein messias, kein feldherr, kein heiliger... ich will nur... mensch sein, nicht maschine, nicht roboter, dienstprogramm für andere.

ES MUSS MEHR GEBEN, es muss einfach.

Wenn es nichts mehr gibt, hat das alles keinen sinn mehr.

Wobei wir wieder beim thema wären: Wann wäre der geeignete zeitpunkt?
erkenne ich ihn? oder beschließe ich ihn?

als ich mit einem heruaskatapultierten reifen oder mit einem brennendem auto oder beim klemmenden gaspedal mit glück überstand, hatte ich in diesem augenblick keine angst.
war es das wissen darum, dass es noch nicht zuende ist? oder war es die begierde nach der allerletzten herausforderung?

war ich wirklich bereit?

zurück in die höhlen... zivilisation stirb!

ich rechne bei jedem betreten eines fahrzeugs mit meinem ableben, aber bin ich bereit? war ich wirklich bereit?

wenn ich bereit bin, was mach ich dann noch hier?

sehne ich mich nach der allerletzten erfahrung?

wie fühlt sich sterben an?

fühlt es sich schlimmer an als diese... leere?

wenn ich heute ginge, würden welten zusammenbrechen. nicht meine, meine ist wie luft... da aber nicht fest, nicht brechbar.

wann habe ich mich selbst verloren?
hatte ich mich je?

Sie zerreißt die Briefe
Lügen auf Papier.
Alle wollten sie retten
doch sie ist noch immer hier.

Sie will Vertrauen fassen
doch es fällt ihr furchtbar schwer.
Das, was von ihr noch übrig ist
gibt sie nicht mehr her.

Das Unaussprechliche
ist immer mit im Raum.
Sich einmal von der Last befreien
das ist Paulas Traum.

Das Unausweichliche
nimmt seinen Lauf:

je näher sie sich träumt
desto ferner wacht sie auf.
Das ist Paulas Spiel...


Es ist schon lange kein Spiel mehr.

"You can save anyone, but first, you have to save yourself!"

SAVE ME!

Forgive me.
15.6.09 05:30


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